[Karte] Die Schweiz als ein europäisches Steuerparadies für Krypto im Jahr 2024

Die Spekulation über Kryptowährungen hat einigen Investoren erlaubt, erkleckliche Kapitalgewinne von manchmal mehreren Millionen Franken zu erzielen. Angesichts dieser Unsummen stellt die Besteuerung der europäischen Länder ein Problem dar. Während einige Länder Kapitalgewinne von Kryptowährungen stark besteuern, erheben andere keine Steuern. Diese unterschiedenen Behandlungen führen zu der Flucht bestimmter Vermögen aus den Landesgrenzen.

  • In Europa erheben 7 Länder (darunter die Schweiz) im Jahr 2023 noch keine Steuer auf Kapitalgewinne aus Kryptowährungen.
  • Der durchschnittliche Steuersatz auf Kryptogewinne liegt bei 15,4 %.
  • Die einzige Krypto-Nutzung, die in der Schweiz keiner Besteuerung unterliegt, entspricht dem privaten Kauf und Verkauf dieser virtuellen Währungen.

7 europäische Länder erheben noch keine Steuern auf Kapitalgewinne aus Kryptowährungen

In Januar 2023 gibt es grosse Unterscheide zwischen europäischen Ländern bei der Besteuerung von persönlichen Kapitalgewinnen aus dem Kauf und Verkauf von Kryptowährungen, mit Steuersätzen von 0 bis zu 52,06 % :

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15,4 % : So ist der durchschnittliche Steuersatz auf Krypto-Kapitalgewinne in Europa

Was sind die steuerlichen Behandlungen von Gewinnen aus dem Kauf und Verkauf von Kryptowährungen in den verschiedenen europäischen Ländern dieses Jahr? In unserer Tabelle ist es zu erkennen, dass es fast keine Konvergenz zwischen Ländern gibt, nur für solche, die Steuerparadiese für Investoren in virtuelle Währungen sind.

Die Schweiz, die an der Spitze der Rangliste liegt, gehört zu den Steuerparadiesen für Kryptowährugen im Jahr 2023, indem sie keine Steuer auf das Kauf und Verkauf dieser virtuellen Währungen erhebt. Deshalb kann die Schweiz, die als echte Crypto Nation betrachtet wird, sehr vorteilhaft sein, um mit diesen Vermögenswerten Kapitalgewinne zu erzielen.

RanglisteEuropäische LänderSteuersatzSteuerliche Bedingungen auf Kapitalgewinne
1
Die Schweiz0 %-
-
Malta0 %-
-
Zypern0 %-
-
Griechenland0 %-
-
Slowenien0 %-
-
Estland0 %-
-
Deutschland0 %0 % : Gewinne von unter 600 Franken im laufenden Jahr und
anwendbar auf Kryptowährungen, die seit mehr als einem Jahr gehalten werden
8
Rumänien0 - 10 %0 % : Gewinne von unter 120 Franken
10 % : Gewinne von über 120 Franken
9
Luxemburg0 - 25 %0 % : für Personen, die als Investor gelten
und/oder mindestens 6 Monate lang Kryptowährungen besitzen
22 - 25 %: für Minderjährige und/oder Personen, die als Spekulanten gelten
10
Spanien0 - 26 %0 % : Gewinne von unter 6 000 Franken
21 % : Gewinne von unter 50 000 Franken
23 - 26 % : Gewinne von über 50 000 Franken
11
Frankreich0 - 30 %0 % : Gewinne von unter 305 Franken
30 % : Gewinne von über 305 Franken
12
Die Niederlande0 - 31 %0 % : Gewinne von unter 50 000 Franken (Krypto- und Nicht-Krypto-Vermögenswerte)
31 % : Gewinne von über 50 000 Franken (Krypto- und Nicht-Krypto-Vermögenswerte)
13
Finnland0 - 34 %0 % : Gewinne von unter 1 000 Franken
30 % : Gewinne von über 1 000 Franken
34 % : Gewinne von über 30 000 Franken
14
Belgien0 - 50 %Einkommensteuerpflichtige Transaktionen (je nach Profil)
15
Litauen5 - 20 %-
16
Bulgarien10 %-
-
Kroatien10 %-
18
Ungarn15 %-
19
Tschechische Republik15 - 23 %15 % : Gewinne von unter 80 000 Franken
23 % : Gewinne von über à 80 000 Franken
20
Polen19 %-
21
Slowakei19 - 25 %19 % : Gewinne von unter 38 000 Franken
25 % : Gewinne von über 38 000 Franken
22
Lettland20 %-
23
Irland20 - 40 %Einkommensteuerpflichtige Transaktionen (je nach Profil)
24
Italien26 %0 % : Gewinne von unter 2 000 Franken
26 % : Gewinne von über 2 000 Franken
25
Österreich27,5 %Anwendbar auf Kryptowährungen, die seit weniger als einem Jahr im Besitz sind.
26
Portugal28 %Anwendbar auf Kryptowährungen, die seit weniger als einem Jahr im Besitz sind.
27
Schweden30 %-
28
Dänemark37 - 52,06 %Einkommensteuerpflichtige Transaktionen (je nach Profil)
Rangliste der Besteuerung von privaten Kapitalgewinnen aus dem Kauf und Verkauf von Kryptowährungen in Europa - Januar 2023

Fokus auf die steuerliche Behandlung von Kryptogewinnen in der Schweiz

Im Vergleich zu ihren europäischen Nachbarn bietet die Schweiz Krypto-Investoren eine günstige Besteuerung in Bezug auf das Kauf und Verkauf dieser virtuellen Währungen. Allerdings ist "das Kaufen und Verkaufen von Zahlungs-Token steuerlich den Transaktionen mit herkömmlichen Zahlungsmitteln (Währungen) gleichzustellen. Die aus solchen Transaktionen resultierenden Gewinne und Verluste stellen bei natürlichen Personen im Privatvermögen grundsätzlich steuerfreie Kapitalgewinne oder nicht abzugsfähige Kapitalverluste dar", gemäss des Arbeitspapiers der Eidgenössische Steuerverwaltung (ESTV).

Jedoch kann die Besteuerung nach anderen Fallbeispielen und anderen möglichen Verwendungszwecken von Kryptos sehr unterschiedlich sein. Neben der "grundlegenden" Nutzung zum Kauf und Verkauf dieser Vermögenswerte können zwei von der ESTV definierte Steuerarten bei der Besteuerung von Kryptowährungen eine Rolle spielen:

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Vermögenssteuer (0,3 - 1 %)

Die Vermögenssteuer wird auf Kapitalgewinne aus Kryptowährungen erhoben, wenn diese als Zahlungsmittel verwendet werden, als "bewertbare, bewegliche und immaterielle Vermögenswerte". Diese Steuer ist kantonsspezifisch und schwankt in der Regel zwischen 0,3 und 1 %. Bei Ihrer Steuererklärung müssen Sie sich auf die Steuerwerte Ihrer Kryptowährungen beziehen, die von der ESTV am Ende jeder Steuerperiode festgelegt werden. So hängt der Gesamtbetrag dieser Steuer vom Gesamtwert Ihrer Vermögenswerte ab.

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Einkommenssteuer (bis zu 11,5 %)

Ihre Kapitalgewinne aus Ihren Kryptowährungen können der Einkommenssteuer unterliegen, die aus drei Ebenen besteht: Bund, Kantone und Gemeinden. Die letzten beiden Ebenen hängen von Ihrem Wohnort ab und sind daher stark unterschiedlich. Die Bundeseinkommensteuer, die auch als direkte Bundessteuer (DBST) bekannt ist, für natürliche Personen darf jedoch nicht mehr als 11,5 % betragen.
Die Einkommenssteuer kann zur Anwendung kommen, wenn Sie Kryptowährungen staken, minen oder airdroppen, wenn Sie Kryptogewinne über DeFi-Protokolle generieren oder wenn Sie Ihr Gehalt oder Lohnleistungen in Form von Kryptowährungen beziehen (als Einkommen aus einer Erwerbstätigkeit betrachtet).

Dank ihren steuerlichen Vorteilen zieht die Schweiz immer mehr Krypto-Investoren jedes Jahr an. Besonders hat das Crypto Valley sich in der Stadt Zoug entwickelt und vereint somit zahlreiche Blockchain-Unternehmen.

Gut zu wissen

Ab dem 1. Januar 2026 wird die Europäische Union eine neue Krypto-Steuer für Unternehmen einführen. Diese Gesetzgebung wird nämlich jedes Unternehmen betreffen, das mit Kryptowährungen zu tun hat (Exchange, Broker…) und Dienstleistungen für in der EU ansässige Personen anbietet - diese müssen künftig ihre gesamten Transaktionen melden.

Dieses Gesetz wird es ermöglichen, die Gewinne zu regulieren und die Einnahmeausfälle zu schliessen, die von der Europäischen Kommission auf fast 93 Milliarden Franken im Jahr 2020 geschätzt werden.

Methodologie

Zusätzlich zu seiner fachkundigen redaktionellen Linie rund um Versicherungen und Finanzprodukte bietet HelloSafe breitere Themen im Zusammenhang mit dem globalen Verbrauch in der Schweiz und weltweit an. Sein Ziel ist es, bestimmte komplexe Themen für die Schweizer Verbraucher zu entschlüsseln und jedem die neuesten Informationen zur Verfügung zu stellen.

In dieser Studie wollte HelloSafe die Besteuerung von Kapitalgewinnen aus dem Kauf und Verkauf von Kryptowährungen am 1. Januar 2023 in der Schweiz und in Europa analysieren. Dafür hat HelloSafe sich auf Daten von Koinly, der Eidgenössische Steuerverwaltung und der Europäischen Zentralbank gestützt. Die in dieser Studie vorgeschlagenen Daten sind am Tag der Veröffentlichung (Januar 2023) gültig und können sich schnell ändern.

Über HelloSafe

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