Versicherung für Luxusgüter

Versicherung für Luxusgüter abschliessen: Lohnt sich das?

Jonas Meier
Jonas Meier
aktualisiert am 23. Januar 2026
Inhaltsverzeichnis
  • Braucht eine luxuriöse Uhr eine Versicherung?
  • Feinschmuck und Edelsteine sind emotional und finanziell von Bedeutung
  • Designer-Handtaschen und Accessoires als Investitionen
  • Sportausrüstung im Luxussegment kann Versicherungsschutz brauchen
  • Kunst und Sammlerstücke haben unersetzlichen Wert
  • Niedrige vs. hohe Werte: Wann lohnt sich der Luxusversicherungsschutz wirklich?
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Versicherungen erscheinen manchen als lästig, weil sie teuer sind. In vielen Fällen kommt es Sie aber noch teurer zu stehen, wenn Sie gar nicht versichert waren. Bei der Krankenversicherung oder anderen Policen überlegen Sie kaum, Sie zahlen einfach. Wenn es aber um freiwillige Zusatzversicherungen geht, wie die für Luxusgüter, sind viele Menschen unsicher. Muss das wirklich sein oder geht es auch so?

Durch die hohen Werte werden Luxusgüter gern zum Ziel von Kriminellen. Diebstahl, Verlust aber auch Beschädigung sind äusserst ärgerlich und für Sie vor allem kostenintensiv. Die Hausratversicherung tilgt fast immer nur einen Teil der Kosten bei einem Verlust. Ob sich nun aber eine teure Zusatzpolice lohnt oder nicht, hängt von verschiedenen Faktoren ab.

Braucht eine luxuriöse Uhr eine Versicherung?

Für die einen ist die Uhr nur ein Zeitmesser, für andere wiederum sind Uhren eine Kapitalanlage. Sie kosten vier- oder fünfstellige Beträge, werden praktisch nie getragen und sind bei einem Diebstahl ein erheblicher Verlust. Eine spezielle Uhrenversicherung kann in diesen Preisklassen sinnvoll sein, weil neben Diebstahl auch Wasserschäden, Verlust, Bruch und ähnliche Schäden abgedeckt sind.

Wenn Sie mehrere Uhren besitzen, können Sie eine Sammelausweisfunktion nutzen und sind weltweit auf der sicheren Seite.

Es gibt jedoch noch eine andere Form von Luxus bei Uhren. Gemeint sind hochpreisige Modelle, bei denen vor allem Eleganz und persönlicher Geschmack im Vordergrund stehen. Benötigen solche Modelle auch eine Versicherung? Wenn Sie zu dieser Frage ein markantes Beispiel brauchen, können Sie jetzt die markante Hamilton in der Farbe Grün entdecken. Sie ist ein Paradebeispiel für Luxusgüter, die auch wegen des ideellen Werts getragen werden. 

Die grünen, eleganten Modelle stehen für Langlebigkeit, Eleganz und werden sehr oft zur Nutzung getragen. Im Falle eines Diebstahls und Verlusts würden Sie sich natürlich über den finanziellen Verlust ärgern, den ideellen Wert der Uhr ersetzt aber auch keine Police. 

Lohnend ist eine Uhrenversicherung vor allem dann, wenn das Diebstahlrisiko hoch und der finanzielle Wert der Uhr ebenfalls hoch ist. Kostet ein Uhrenmodell beispielsweise 40.000 Euro und die jährliche Prämie liegt bei 400 bis 800 Euro, amortisiert sich der Schutz im Schadensfalle sehr schnell. Wenn Sie jetzt auch noch mehrere Modelle in unterschiedlichen Preisklassen besitzen, sollten Sie immer an einen Abschluss denken. Der emotionale und finanzielle Schaden ist hoch.

Feinschmuck und Edelsteine sind emotional und finanziell von Bedeutung

Teurer Schmuck, wie beispielsweise Verlobungs- oder Eheringe, Diamanten oder hochwertige Gold- und Platinsets haben neben dem Marktwert oft einen hohen emotionalen Wert. Wenn solche Stücke entwendet werden, haben Sie fast immer einen doppelten Schaden. Einerseits bedrückt Sie der emotionale Verlust, andererseits ist auch eine Wertanlage verloren. In diesem Fall kann eine Schmuckversicherung sprichwörtlich „Gold wert“ sein.

Ein Teil Ihres Hab und Guts ist über die Hausratversicherung mitversichert. Bei Wertgegenständen sind die Leistungen allerdings fast immer auf 20 Prozent der Versicherungssumme begrenzt. Wenn höhere Summen geleistet werden sollen, ist das an besondere Sicherungen wie spezielle Safes gekoppelt.

Eine spezielle Schmuckversicherung erlaubt es Ihnen, einzelne Objekte oder mehrere Stücke ab einem Mindestwert von (in der Regel) 5.000 Euro zusätzlich zu versichern. Entscheiden Sie sich für eine Versicherung mit Beweislastumkehr. In diesem Fall muss der Versicherer Ihnen nachweisen, dass der entstandene Schaden nicht versichert ist.

Ab einem fünfstelligen Gesamtwert oder besonders hohen wertvollen Stücken kann sich eine separate Wertsachenversicherung für Schmuck tatsächlich lohnen. Es erhöht die Wahrscheinlichkeit, dass Sie im Ernstfall den wirtschaftlichen Schaden voll ersetzt bekommen.

Designer-Handtaschen und Accessoires als Investitionen

Die Nachfrage nach Handtaschen aus dem Luxussegment steigt stark an und auch hier stellt sich oft die Frage, wie es mit dem Versicherungsschutz aussieht. Die klassische Hausratversicherung behandelt die Tasche in der Regel als Teil des Hausrats und leistet vor allem bei einem Einbruchdiebstahl. Wird eine Handtasche allerdings unterwegs entwendet, greift der Schutz oft nicht.

Es gibt daher mittlerweile spezialisierte Anbieter, bei denen Sie gezielte Versicherungen auf Designer-Handtaschen abschliessen können und neben Einbruch auch Raub, Transportschäden und Beschädigungen auf Reisen mitversichern können. Teilweise wird Ersatz zum Neuwert oder zum Wiederbeschaffungswert gewährt. Solcher Schutz ist je nach Versicherer weltweit gültig und orientiert sich am Markt- oder Sammlerwert. Bei limitierten Investment-Bags ist der letzte Punkt wichtig.

Bei hochwertigen Stücken im hohen vierstelligen bis fünfstelligen Wertbereich lohnt sich eine solche Versicherung, wenn Sie die Tasche regelmässig tragen und auf Reisen mitführen.

Sportausrüstung im Luxussegment kann Versicherungsschutz brauchen

Wenn Sie Sport treiben, sind in einigen Bereichen hohe Investitionen in die Ausrüstung erforderlich. Beim Skifahren kann ein Set bereits hohe vierstellige Investitionskosten erfordern und auch Golf-Sets kosten ähnlich oder sogar noch mehr. Ähnlich sieht es aus, wenn Sie in Ihre eigene Yacht investieren oder ein teures E-Bike fahren.

Eine Versicherung schützt Sie nicht nur vor Diebstahl als Hausrat, sondern sollte im Idealfall weltweit greifen und auch Reparaturen nach Sturz oder Beschädigung übernehmen. Lohnend ist das vor allem bei intensiver Nutzung, wie beispielsweise beim Skifahren. Die Hausratversicherung deckt selten mehr als 1.000 Euro pro Ausrüstungsgegenstand, dementgegen stehen steigende Fälle von Diebstahl.

Casual-Sportler sparen Geld, indem sie die eigene Hausratversicherung erweitern lassen. Vielnutzer sollten zumindest über eine spezielle Versicherung nachdenken.

Kunst und Sammlerstücke haben unersetzlichen Wert

Sind Sie im Besitz von moderner Kunst, Gemälden oder auch Wein-Sammlungen, benötigen Sie eine Gutachten-basierte Police inklusive Lagerdeckung als speziellen Schutz. Sie sind damit nicht nur bei Diebstahl geschützt, sondern auch vor Inflation und bei Transporten zu eventuellen Ausstellungen. Jährlich erfolgt eine Neubewertung, was sich ab einem Inventarwert von 50.000 Euro lohnt. Dennoch ist gerade bei Kunstgegenständen der Versicherungsschutz alleine nicht ausreichend. Die emotionalen Werte sind hoch, Sie sollten von Anfang an auf grundlegenden Schutz vor Verlust setzen.

Niedrige vs. hohe Werte: Wann lohnt sich der Luxusversicherungsschutz wirklich?

Die einzelnen Segmente sollten Sie immer einzeln betrachten und dann entscheiden, ob Sie eine zusätzliche Versicherung brauchen. Wenn Sie Gesamtwerte von 20.000 bis 50.000 Euro und darüber besitzen, diese womöglich sogar mit einem Privatkredit angeschafft haben und nicht nur den ideellen Wert sehen, ist eine Versicherung sehr sinnvoll.

Gleiches gilt, wenn Sie Luxusgegenstände nutzen und auf Reisen mitnehmen. Die Prämien amortisieren sich durch die umfassende Deckung im Schadensfall. Bei niedrigeren finanziellen Werten reicht oft eine Erweiterung der Hausratversicherung aus. Lassen Sie sich bei Unsicherheit von Verbraucherzentralen zum Thema beraten, um keine unnötigen Versicherungen abzuschliessen. 

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Hinweis

Dieser Artikel wurde im Rahmen einer kommerziellen Zusammenarbeit von einem Dritten zur Verfügung gestellt. Die darin geäußerten Meinungen spiegeln ausschließlich die Ansicht des Autors wider.

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Experte für persönliche Finanzen
HelloSafe
Jonas ist Experte für persönliche Finanzen und unterstützt die Nutzer von HelloSafe Schweiz dabei, bessere Entscheidungen in den Bereichen Versicherung, Kredit, Sparen und Budgetierung zu treffen. Er hat Wirtschaftswissenschaften an der Universität Zürich studiert und einen Master in Finance an der Universität St. Gallen absolviert. Vor seiner Tätigkeit bei HelloSafe arbeitete er in einer Zürcher Beratungsgesellschaft, wo er sich auf Finanzbildung und Konsumentenberatung spezialisierte. Bei HelloSafe erstellt Jonas unabhängige, leicht verständliche Inhalte mit dem Ziel, finanzielle Themen für alle zugänglich und transparent zu machen.

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